Meine künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Zeichnung, Grafik, Malerei und Text. Sie widmet sich Fragen nach Wahrnehmung, Erinnerung und Zeitlichkeit sowie nach inneren Zuständen, die sich weder visuell noch sprachlich eindeutig fassen lassen. Bild und Sprache fungieren als gleichwertige Modi des Denkens, die sich gegenseitig verschieben, befragen und öffnen.
Meine Arbeit folgt einer suchenden, prozessorientierten Herangehensweise. Entscheidend ist nicht das einzelne Resultat, sondern der gedankliche und formale Raum, der sich in der Verflechtung mit unzähligen unfertigen Konfigurationen aus Orten, Zeiten, Materien und Bedeutungen aufspannt. Wiederholung, Variation und serielle Verfahren dienen der Annäherung, nicht der Festlegung.
Geprägt ist diese Praxis durch mein Designstudium an der Bauhaus-Universität Weimar sowie durch ein vertiefendes Studium der Medienkultur und Kunsttheorien an der Kunstuniversität Linz. Eine weiterführende Auseinandersetzung mit künstlerischer Forschung erfolgte im Rahmen eines PhD-Programms zwischen der FHNW Basel und der Kunstuniversität Linz.
Die kontinuierliche Beschäftigung mit Theorie, Kontext und Vermittlung bildet einen integralen Bestandteil der Praxis. Erfahrungen im universitären Lehrkontext sowie in unterschiedlichen freien und angewandten Zusammenhängen fließen in eine Arbeit ein, die sich bewusst zwischen künstlerischer Produktion und kritischer Reflexion positioniert.